Erika Fellner-Weber
06.11.1950 – 06.11.2018

Ein Seher hat uns Wanderer genannt.
Und das ist wahr. Wir sind nur für wenige Tage hier.
Und dann sterben wir nicht, sondern gehen nur nach Hause.
Welch schöner und wahrer Gedanke.

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi, das sie sehr geschätzt hat, nehmen wir Abschied von einer langjährigen Weggefährtin der Hospiz-Initiative Wesel e.V. und unserem Vorstandsmitglied.

Erika war getragen von einem tiefen Gefühl des Aufgehobenseins im großen Kreislauf von Leben und Tod. Sie hat die Zeit, die ihr zur Verfügung stand, intensiv genutzt und unsere Welt durch vielfältiges Wirken im sozialen Bereich positiv verändert. Ihr warmherziger, zugewandter Blick hatte die anderen im Fokus, selten, eigentlich nie, sich selbst.

Wie oft hat sie sich mit auf den Weg gemacht, bei Problemen Lösungen zu suchen, zu finden und sie in einem ganz pragmatischen Sinn anzugehen und umzusetzen. Aus der Zuversicht zum Leben und zur Natur schöpfte sie immer wieder neue Kraft. Sie machte Mut und hatte eine beeindruckende Art, Dinge und Situationen auch mit einer gehörigen Portion Humor und einem Augenzwinkern zu betrachten und anzugehen.

Sie war wie der Wanderer, der sich seiner Endlichkeit bewusst ist und diese Erkenntnis zur Grundlage vieler Entscheidungen macht.
Erika Fellner-Weber hinterlässt Spuren. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir sie an unserer Seite wussten. Sie hat Sterbende und deren Angehörige begleitet, auch in den Nächten. Sie hat das Angehörigencafé mitgestaltet und war lange Jahre dessen zuverlässige Gastgeberin im Bogen.
In den vergangenen drei Jahren hat sie sich aktiv in die Vorstandsarbeit eingebracht.

Wir werden sie vermissen und fühlen uns in der Trauer um einen wunderbaren Menschen verbunden mit ihrer Familie.“