Sterben ohne Angst und Schmerzen

Modellprojekt in Wesel

Ein langes gesundes Leben und einen schnellen Tod, das w√ľnschen sich viele Menschen. F√ľr die meisten erf√ľllt sich das, sie k√∂nnen lange Zeit im eigenen Haushalt leben. Doch bedingt durch dementielle Erkrankungen oder intensive Pflegebed√ľrftigkeit kann es im hohen Alter, oft nur noch f√ľr letzte Lebensmonate, trotzdem n√∂tig werden, in eine Einrichtung der Altenpflege zu ziehen. Dann wird das Altenheim das Zuhause.

Seit fast zwanzig Jahren sind ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter der Hospiz-Initiative Wesel in Altenpflegeheimen im Einsatz. Oft entlasten sie Angehörige in den letzten Lebenstagen und wachen bei Sterbenden.
Andere Bewohner und Bewohnerinnen begleiten sie √ľber die letzten Lebensmonate mit Besuchen und Gespr√§chen.
Mit dem Fa√übender-Projekt wird die aus der Erfahrung geborene Idee der Hospiz-Initiative Wesel tr√§ger√ľbergreifend Wirklichkeit.

Erkl√§rtes Ziel der beteiligten Senioreneinrichtungen der Holding pro homine und des Ev. Krankenhaus Wesel ist es, den Bed√ľrfnissen der Bewohner in jeder Lebenssituation gerecht zu werden, also auch in der Zeit des Sterbens. Schwerstkranke sollen nicht unn√∂tig leiden und nicht alleine sein, wenn sie das nicht wollen.
Durch die Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten, durch die Begleitung und Beratung von Bewohnern und Angeh√∂rigen und durch Fortbildungen f√ľr die Mitarbeitenden in der Pflege gibt es daf√ľr bereits gute Grundlagen.

Kati-Faßbender-Stiftung macht es möglich

Was gut ist, kann oft noch besser werden. Die Kati-Fa√übender-Stiftung Wesel erm√∂glicht nun ein tr√§ger√ľbergreifendes Projekt, durch das zuk√ľnftig die Begleitung sterbender, hochaltriger, oft an diversen Erkrankungen leidender Menschen in den Einrichtungen der Altenpflege entsprechend der vorhandenen modernen palliativ-medizinischen M√∂glichkeiten gestaltet werden kann. Zwei Weseler H√§user, die Senioreneinrichtung St. Lukas in Tr√§gerschaft der pro homine und das Haus Kiek in den Busch, in Tr√§gerschaft des Ev. Krankenhaus Wesel, sind die Projekth√§user.

Forschungsergebnisse besagen, dass etwa 85 Prozent aller sterbenden Menschen Schmerzen haben sowie an Angst und Luftnot leiden. Die meisten Schmerzen können gedämpft werden, auch Angst und Luftnot lassen sich reduzieren und werden durch die Gabe bestimmter Medikamente nicht als quälend empfunden.

Durch die Hospizbewegung der letzten 20 Jahre sind diese Erkenntnisse der sogenannten Palliativmedizin umsetzbar geworden. In stationären Hospizen oder auf Palliativstationen werden sie zur Behandlung von krebskranken Sterbenden selbstverständlich angewandt.

Mit dem Projekt der Faßbender-Stiftung, das durch die Hospiz-Initiative Wesel getragen wird, sollen sie den vielen Menschen zu Gute kommen, die einen ganz normalen Tod am Ende eines oft sehr langen Lebens in einer Altenpflegeeinrichtung sterben. An Demenz erkrankte oder durch andere Erkrankungen
- zum Beispiel Schlaganfall oder Parkinson -
in ihren Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkte Menschen, können sich oft nicht mehr klar äußern.
Eine aufmerksame, geschulte Pflegekraft erkennt Schmerzen oder zus√§tzliche Angst im Sterbeprozess und kann im Zusammenwirken mit dem Hausarzt f√ľr die notwendigen Behandlungen sorgen. Spezielle Kenntnisse des Zusammenwirkens verschiedener Medikamentengruppen sind zur Betreuung sehr alter Menschen mit vielen Vorerkrankungen n√∂tig.

Im Einvernehmen mit den Angeh√∂rigen und der Seelsorge ist es m√∂glich, durch die Einbindung der ehrenamtlichen Hospizbegleiter Sitzwachen in den letzten Lebenstagen zu erm√∂glichen oder Angeh√∂rige in der Begleitung zu unterst√ľtzen.

Fast alles, was gebraucht wird, gibt es in Wesel und andernorts. Es muss aber vernetzt und in die H√§user getragen werden.  

Das wird die Aufgabe der Projektkoordinatorin, Marion Zwanzig, sein.

Seit dem 1. Februar 2016 wird sie dabei von Frau Breumann mit einer halben Stelle unterst√ľtzt. Frau Breumann ist schwerpunktm√§√üig zust√§ndig f√ľr die Koordination der palliativen Versorgung der Bewohner in den Senioreneinrichtungen.

Die Anstellung von Frau Zwanzig wird durch Stiftungsmittel erm√∂glicht. Die Umsetzung der Idee wird wissenschaftlich begleitet und durch eine Steuerungsgruppe moderiert, in der je nach Fragestellung √Ąrzte verschiedener Disziplinen, Pflegefachkr√§fte, Seelsorge, Aufsichtsgremien und R√§te zur Mitarbeit eingeladen werden.  

Wenn Sie das Fa√übender Projekt unterst√ľtzen m√∂chten, k√∂nnen Sie das unter nachfolgendem Spendenkonto tun:

Kirchenkreis Wesel
Stichwort: Faßbender-Projekt der Hospiz-Initiative
Bank f√ľr Kirche und Diakonie
IBAN DE79 3506 0190 1010 9280 24
BIC: GENODED1DKD

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. 

G√ľnter und Kati Fa√übender bei der Unterzeichnung des Vertrages
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Marion Zwanzig, Projekt-koordinatorin Faßbender-Projekt
Fachkranken-schwester f√ľr Palliative care

 

 

 

Heike Breumann, Koordinatorin der palliativen Versorgung im Fa√übender-Projekt, Fachkranken-schwester f√ľr Palliative Care